Nachdem wir von AOL gekauft wurden, mussten wir ein Einstellungssystem verwenden, das 4 mindestens Interviewer verwendet (Personalchef, Boss, jemand auf derselben Stufe/Position, Kulturbotschafter).
Der gesamte Einstellungsprozess ist ein internes politisches Spiel, da es (weltweit) nur eine begrenzte Zahl von Neueinstellungen pro Woche gibt. Also haben kleinere Abteilungen geringe oder gar keine Chancen, jemanden neu einzustellen oder zu ersetzten.
Der "Hiring Call" ist ein Ritual, bei dem jeder Personalchef höchstens 2 Minuten Zeit hat, Tim Armstrong zu überzeugen, dass der Knadidat wirklich für die Firma notwendig ist. Tim hat einen Standard gesetzt, sodass wir nur die besten einstellen sollen, also werden Kandidaten ohne Abschluss oder x Jahre Erfahrung einfach ingoriert. Ein bereits abgelehnter Kandidat kann erstmal einige Jahre nicht mehr vorgeschlagen werden.
Selbst nachdem Tim grünes Licht gibt, besteht das Risiko, dass ein Einstellungsstop kommt. Der betrifft dann auch Neueinstellungen, die bereits im Bearbeitungsprozess sind. Das ist eine groteske Situation für Geschäftsführer, die einem Kandidaten dann erklären müssen, warum sie keinen Vertrag bekommen, obwohl ihre Position bestätigt wurde.